Kosmische Peridotkristalle

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PeriKri1
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Hier bieten wir Ihnen eine kleine Besonderheit: 5 Mini Pallasit Peridotkristalle (Olivinkristalle) mit einer Größe von ca. 2 bis 6mm. Sie bekommen 5 kleine Edelsteine, die vor 4,5 Millarden Jahren an der Enstehung unseres Sonnensystems teilgenommen haben. Unvorstellbar fazinierend, wenn man sich das mal vor Augen führt. Selbst Diamanten sind häufiger zu finden, als diese Edelsteinkristalle!

Pallasite stammen aus dem Asteroidengürtel, der sich in einer Umlaufbahn zwischen Mars und Jupiter befindet. Ein Pallasit ist kosmischen Ursprungs, ein Meteorit also. Aber ein Meteorit, der als einziger Edelsteine aus dem Kosmos auf die Erde bringt - den Olivin oder auch Peridot genannt.

Der 499kg schwere Pallasit „Jepara“, wurde im Mai 2008 auf Java/Indonesien entdeckt.
Er ist ganz anders in seiner Struktur als bekanntes Material. Viel seines ursprünglichen Metallgehaltes wurde aufgrund seines schon langen Aufenthaltes auf der Erde (ca. 700 Millionen Jahre) in Magnetit umgewandelt.

Name: Jepara
Ort: Java, Indonesien
Koordinaten: 6°36'S 110°44'E
Typ: Pallasit, PMG
Fund: 2008
Masse: 499,5 kg

Pallasite haben eine faszinierende Struktur aus Metall und Edelstein. Ihr Ursprung ist der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und ihr Alter ca. 4,5 Milliarden Jahre. Pallasite stellen die Übergangszone zwischen Mantel und Kern eines Asteroiden dar. Der erste wurde 1749 in Krasnojarsk/Russland gefunden und von Peter Simon Pallas, einem deutschen Wissenschaftler beschrieben, nach ihm wurde diese spezielle Meteoritengruppe benannt.

Der Meteorit/Pallasit „Jepara“ wurde im Mai 2008 während Ausgrabungen für ein Fundament einer neuen Möbelfabrik in Jepara/Indonesien entdeckt. Das Gewicht beträgt 499,50 kg und die Form ist fast rund mit dem kleinsten Durchmesser von 70 cm und dem größten Durchmesser von 85 cm. Außen zeigt sich teilweise eine stark verwitterte und rostige Oxidationsschicht von 2- 4 cm Stärke.

Petrographie:
Jepara zeigt eine gleichmäßige Verteilung von grobkörnigen gerundeten Olivinen in einer Größe von 6-12 mm Durchmesser (64 %) Diese sind eingebettet in sekundären Magnetit (23 %), Nickelsulfid und Nickelsulfat (8%) und Schreibersit (5%). Die Bestandteile sind fein und gleichmäßig verteilt, dies gibt Jepara ein besonderes Aussehen, völlig anders als andere Pallasite. Die Olivine sind meist sehr klar und ohne Risse.

Geochemie:
Olivine sind gleichmäßig angeordnet (Fa12-13). Sulfide bestehen aus NiS und können ein Austauschprodukt von Troilit sein, während Magnetit (Fe3O4) ein Verwitterungsprodukt des ursprünglichen NiFe ist. Schreibersit hat die Zusammensetzung (Fe1.85Ni1.15). Da der Jepara schon vor ca. 700 Millionen Jahre auf der Erde eingeschlagen ist, ist seine Metallstruktur schon oxidiert.

Analysen:
Alle Untersuchungen wurden durch die Universität Bayreuth durchgeführt, die Isotopenanalyse der Olivine durch die Universität Göttingen.


Verweise:
Meteoritical Bulletin Database